TuermerFuehrung

Hoch hinaus ging es am 11.9.2015 für Sabine Kurtz, denn der CDU Stadtverband Weil der Stadt hatte zur Kirchturmbesichtigung der Peter und Paul Kirche eingeladen. Begrüßt wurden wir zunächst von Bürgermeister Thilo Schreiber und vom Weiler Türmer Willi Bothner, einer der historischen Figuren, die der alten Reichsstadt ein ganz besonderes Flair verleihen. Nach dem steilen Aufstieg über 176 Stufen und in anschließender 54 Meter Höhe belohnte uns der Ausblick über die Stadt und die Umgebung.

Willi Bothner, der im dritten Jahr das "höchste Amt" der Stadt bekleidet, besitzt als Grundausstattung eine Fanfare und ein Sprachrohr. „Sie gab in früheren Zeiten das Signal für Gefahr, und das Rohr ist quasi mein Handy“, so Bothner. „Entweder näherte sich dann eine Gruppe von Fremden oder es brannte.“ Wir haben auch interessante Details zum Kirchturmbau erfahren. Die Löcher in den verbauten Steinen kommen nicht etwa von Einschüssen, sondern durch die Steinzange – mit der sie beim Bau in die Höhe gezogen wurden. So manch einer unserer Teilnehmer hat dann verschmäht zugeben, dass er seinen Kinder eben die Geschichte mit den Einschußlöchern erzählt hat.
„Wenn es außerhalb der Stadtmauern gebrannt hat, preschten die Feuerreiter los." Wenn es nachts brannte, dann zeigte ein rotes Licht in die Richtung, aus der das Unheil drohte. Mit dem Sprachrohr wurde der Stadtwächter gewarnt, sodass er rechtzeitig die Tore schließen konnte. Der Turm diente der Keplerstadt auch als Wehranlage.
In luftiger Höhe diente die Türmerstube dem letzten Türmer August Lutz, der zwischen 1907 und 1927 wirkte, als Arbeitszimmer und es gab Vieles zu entdecken. Eindrucksvoll beschrieb Bothner den Alltag einer Türmerfamilie.
Unsere Türmerführung rundeten wir anschließend mit einem Besuch im Gasthaus Ox & Q ab. Die Diskussionen beim Essen und Trinken drehte sich dann wieder um Politik sowie über die hervorstehende Landtagswahl.

TF1k

TF3k

TF4k

TF5k

TF6k

TF7k

TF8k

TF9k

TF10k

TF11k

TF12k

TF13k

TF14k

TF15k