Sabine Kurtz: „Ein Amoklauf kann nicht verhindert werden – man kann nur versuchen ihn unwahrscheinlicher werden zu lassen“

2016 07 Kurtz

„Unser aller Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen des Amoklaufs von München. Es ist immer wieder erschreckend zu erkennen, zu welchen furchtbaren Taten Menschen fähig sind. Dabei kommen auch die schrecklichen Erinnerungen an den Amoklauf in Winnenden und Wendlingen hoch. Gerade für die betroffenen Eltern des damaligen Amoklaufs muss es verheerend sein zu erkennen, dass sich der Täter in Winnenden und Wendlingen umsah, um für seine eigene Wahnsinnstat zu lernen“, sagte die vormalige Obfrau der CDU-Landtagsfraktion im Sonderausschuss "Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen: Jugendgefährdung und Jugendgewalt" Sabine Kurtz am Montag, den 25. Juli 2016.

„Aus heutiger Sicht betrachte ich es als sehr wertvoll, dass wir uns damals die erforderliche Zeit gegeben haben und mit dem nötigen Abstand und viel Sachverstand von außen verschiedene Empfehlungen entwickelt haben. Uns war schon damals bewusst geworden, dass man einen Amoklauf niemals verhindern kann – man kann nur versuchen Rahmenbedingungen zu schaffen, die ihn unwahrscheinlicher werden lassen. Daher betrachten wir es als sehr gewinnbringend, dass die damaligen Empfehlungen des Sonderausschusses des Landtags inzwischen in weiten Teilen umgesetzt wurden und so ihre hoffentlich präventive Wirkung entfalten können“, erklärte Sabine Kurtz.

„Eine zentrale Empfehlung war das Präventionsprogramm nach Dan Olweus, das mittlerweile an vielen Schulen im Land als Programm, stark, stärker, WIR!‘ eingeführt wurde. Ebenso wichtig war die Verdopplung der Schulpsychologen, die in vielfältigsten Fragen kompetente Ansprechpartner für Schüler, Lehrer und Eltern sind. Gerade gegenwärtig leisten die Schulpsychologen ihre wertvolle Arbeit bei der Beratung im Zusammenhang mit den vielfach traumatisierten Flüchtlingen im Kindes- und Jugendalter an unseren Schulen. Die CDU-Landtagsfraktion hat über die Jahre hinweg die Umsetzung der Empfehlungen des Sonderausschusses Winnenden stets aufmerksam und konstruktiv begleitet. Wir wollen diese wichtigen präventiven Maßnahmen für unsere Schulen erhalten und achten deshalb darauf, dass sie nicht vorschnellen Sparmaßnahmen zum Opfer fallen“, so Sabine Kurtz.

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