Weil der Stadt erhält 200.000 Euro aus dem Bundeshaushalt zur Sanierung der historischen Stadtmauer. Dies teilte der Böblinger CDU-Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger mit. Die Entscheidung sei am Donnerstagnachmittag im Haushaltsausschuss des Bundestages gefallen, so Binninger, der sich im Vorfeld bei den Haushaltspolitikern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für das Projekt eingesetzt hatte.

Binninger zeigte sich hoch erfreut: "Die Stadtmauer ist ein bedeutendes Kulturdenkmal. Sie zu erhalten ist eine wichtige Aufgabe." Deswegen leiste neben Land und Kommune auch der Bund einen Beitrag, das historische Erbe in Weil der Stadt zu schützen. Die Instandsetzung und Sicherung der historischen Wehranlage werde vom Bund im kommenden Jahr mit insgesamt 200.000 Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz unterstützt. Das entspreche der von der Stadtverwaltung beantragten Fördersumme, so Binninger.

Das Denkmalschutz-Sonderprogramm wurde ergänzend zu dem seit 1950 bestehenden Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" des Bundes geschaffen. Es berücksichtigt vor allem Kultureinrichtungen in den Regionen. Unterstützt werden grundsätzlich Substanzsicherungs- und Restaurierungsarbeiten an Baudenkmälern, die allgemein das nationale kulturelle Erbe mit prägen. Ergänzt werden die bereitgestellten Bundesmittel in gleicher Höhe durch die Länder, Kommunen, Eigentümer und durch bürgerschaftliches Engagement. Sie kommen vor allem kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben in der Denkmalpflege zugute.