„Ein gut funktionierendes Baustellenmanagement kann unnötige Verkehrsbeeinträchtigungen verhindern", so die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz vor dem Hintergrund der Staus und Behinderungen auf vielen Straßen im Landkreis Böblingen.

Das Baustellenkoordinierungs- und -informationssystem (BIS) des Landes sei dafür ein geeignetes Instrument. „Damit es aber effektiv wirken kann, sollte das BIS auch von den Kommunen genutzt werden“, so Sabine Kurtz.

„Über diese Webanwendung im Intranet der Straßenbauverwaltung koordinieren die Regierungspräsidien ihre Baumaßnahmen“, erklärt die CDU-Landtagsabgeordnete. Auch die Kommunen hätten Zugang zum BIS. „Allerdings wird dieses Angebot im Landkreis Böblingen bisher nnur vom Landratsamt genutzt. Die Städte und Gemeinden arbeiten noch nicht damit“, bedauert Sabine Kurtz. Damit werde eine Möglichkeit, Verkehrsbehinderungen zu vermeiden, vertan. Die Folge sei teilweise ein Flickenteppich an Baustellen, da auch an Ausweichstrecken teilweise gebaut werde.

Die CDU-Landtagsabgeordnete hatte sich aufgrund der vielerorts problematischen Verkehrssituation im Landkreis Böblingen in einer parlamentarischen Anfrage an das Verkehrsministerium gewandt. „Staus aufgrund von Baustellen wie auf der A 8 im Bereich Leonberg stellen für viele Bürgerinnen und Bürger ein großes Ärgernis dar“, so Sabine Kurtz. Für Unternehmen hätten die Verkehrsprobleme zunehmend sichtbare finanzielle Auswirkungen. „Die Straßenbauverwaltungen auf allen Ebenen sind deshalb aufgerufen, das Baustellenmanagement ständig weiter zu optimieren“, fordert die Leonbergerin. Zusätzlich müsse geprüft werden, inwieweit Behinderungen durch intelligente Lösungen reduziert werden könnten. „Die zweiseitige Befahrung von Einbahnstraßen oder die Umleitung von Buslinien können zum Beispiel geeignete Maßnahmen darstellen“, so Sabine Kurtz.

Im Hinblick auf die Einrichtung einer neuen „Infrastrukturgesellschaft Verkehr“ fordert Sabine Kurtz, dass es dabei zu keiner Verschlechterung der Bau- und Planungssituation kommen darf. Derzeit gibt der Bund für Bundesstraßen und Autobahnen das Geld, während die Länder für deren Planung, Bau und Erhalt zuständig sind. Künftig sollen die Kompetenzen für alle Bundesfernstraßen beim Bund gebündelt werden. Details sollen in den nächsten Monaten geklärt werden. Das Land strebt an, die sog. „gelben“ Bundesstraßen (d.h. Bundesstraßen ohne Vorrang) in eigener Zuständigkeit zu behalten.

„Es gibt durchaus Ansätze, Staus und Verkehrsbehinderungen im Kreis Böblingen weiter zu reduzieren“, so das Fazit von Sabine Kurtz. Gleichzeitig sei aber klar, dass Sanierungen sowie der Aus- und Neubau von Straßen nicht komplett ohne Beeinträchtigungen durchgeführt werden könnten. „Die Straßenbauverwaltungen sind aufgerufen, die Bauzeiten so kurz wie möglich und die Eingriffe in den Verkehr so gering wie möglich zu halten“, so die CDU-Landtagsabgeordnete abschließend.