Der Bundestagswahlkreis Böblingen wird für die Wahl 2013 nicht neu zugeschnitten. Das teilten der CDU-Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger und sein FDP-Kollege Florian Toncar mit. Dies geht aus dem Gesetzentwurf zur Wahlkreiseinteilung hervor, der Anfang des kommenden Jahres in den Bundestag eingebracht wird. "Damit bleiben Schönaich und Weil im Schönbuch im Wahlkreis", so die Abgeordneten. Änderungen am Gesetzentwurf sind nach ihrer Aussage nicht mehr zu erwarten.

Binninger und Toncar hatten vor rund einem Jahr zugesichert, dass die beiden Gemeinden im Wahlkreis Böblingen verbleiben. Anlass für Diskussionen war seinerzeit der turnusmäßige Bericht der Wahlkreiskommission, der zum wiederholten Male eine Verkleinerung empfahl, da der Bundestagswahlkreis Böblingen bevölkerungsmäßig 22,3 Prozent größer ist als der durchschnittliche Wahlkreis in Deutschland. "Das Wahlgesetz sieht hier vor, dass bei einer Abweichung von 15 Prozent über einen Neuzuschnitt gesprochen werden kann. Ab 25 Prozent Abweichung ist ein Neuzuschnitt zwingend", so die beiden Bundestagsabgeordneten. Diese Regelung garantiere, dass deutschlandweit jede Stimme möglichst das gleiche Gewicht bei der Wahl habe, erklärten Binninger und Toncar weiter. Maßgeblich für die Berechnung der Wahlkreisgröße ist die in einem Bundestagswahlkreis lebende deutsche Bevölkerung, die im Böblinger Fall bei rund 305.000 Personen liegt. Der Wahlkreis Böblingen ist damit der größte Wahlkreis Baden-Württembergs und auch deutschlandweit einer der bevölkerungsreichsten.


"Zum Wahlkreis Böblingen werden bei der Bundestagswahl 2013 nach wie vor alle Städte und Gemeinden des Landkreises Böblingen gehören außer Steinenbronn und Waldenbuch, die bereits seit 2005 Teil des Wahlkreises Nürtingen sind", betonten Binninger und Toncar abschließend.