„Für die CDU-Landtagfraktion steht nach den zahlreichen Spekulationen und zum Teil widersprüchlichen Meldungen rund um den Aktienrückkauf der EnBW in den letzten Wochen und Monaten eine zügige und sachliche Aufklärung der Vorgänge im Vordergrund. Aus diesem Grund haben wir beim Landtag die Einrichtung eines Untersuchungsausschuss beantragt. Bereits vor Wochen gab es von Seiten der Fraktion die Aufforderung, dass alle die, die etwas zur Klärung des Sachverhaltes beitragen können, sich äußern sollen. Ein ‚Runder Tisch‘ hätte alle Beteiligten öffentlich zusammengeführt und eine neutrale öffentliche Plattform zur Diskussion geschaffen. Grün-Rot haben sich zu diesem Vorschlag nicht geäußert bzw. ihn abgelehnt. Die sachliche Darstellung der Fakten steht für uns absolut im Mittelpunkt, deshalb haben wir den Untersuchungsausschuss beantragt“, erklärte jetzt der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk.

"Für die Grünen gelte, ihrem Verhalten nach zu urteilen, dagegen genau das Gegenteil. Sie wollen den Untersuchungsausschuss als politisches Machtinstrument nutzen, die tatsächlichen Fakten rücken dabei eher in den Hintergrund. Sie versuchen alles, um ihre Strategie durchzusetzen, die EnBW so lange als möglich negativ in den Schlagzeilen zu halten, und damit eine Zerschlagung immer wahrscheinlicher zu machen“, erklärte Hauk. Wenn die Energiewende gelingen solle, seien nun alle gefordert, die EnBW zu stärken und zu fördern, und ihr nicht länger zu schaden. Im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss müssten aber auch die Umstände um den Rückzug des Vorstandsvorsitzenden der EnBW sowie die von der Regierung angekündigte Kapitalerhöhung beleuchtet werden.

„Wir fordern die Regierungsfraktionen auf, sich unserem Antrag anzuschließen und schnellstmöglich mit der Arbeit des Ausschusses zu beginnen. Vorschlägen für die Erweiterung des Untersuchungsauftrages stehen wir offen gegenüber. Es gilt jetzt, keine Zeit zu verlieren. Dazu gehört auch, das Prozedere nicht weiter hinaus zu zögern und Ministerpräsident a.D. Stefan Mappus von seiner Verschwiegenheitspflicht zu entbinden. Politisches Taktieren ist bei einem so bedeutenden Thema der falsche Ansatz“, betonte Hauk.

Der Böblinger CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach hat den Vorstoß der CDU-Landtagsfraktion ausdrücklich begrüsst: "Es ist Stil der Grünen, mit der Stange im Nebel herumzufuchteln und statt Klarheit zu schaffen, viel lieber haltlosen Verdächtigungen und Vorverurteilungen Tür und Tor zu öffnen. Das ist nicht Sache der CDU. Wir wünschen eine saubere sachliche Aufarbeitung aller Vorgänge und scheuen diese auch nicht. Am Ende wird sich nach meiner festen Überzeugung heraustellen, daß es bei den Grünen weder um Klarheit und schon gar nicht um Wahrheit geht. Das zeigt sich bereits aktuell bei der 400-Millionen-"Kopfprämie" für den EnBW-Vorstandsvorsitzenden und die ursprünglichen Pläne von Herrn Kretschmann, den Konzern international zu verhökern. Absolut klar ist für mich in diesem Zusammenhang der Spruch des  Staatsgerichtshofes. Daran gibt es nichts herumzukritteln, zu deuteln und zu verdrehen. Doch dieser Spruch beinhaltet in letzter Konsequenz auch einen Auftrag an das Landesparlament. Bislang ist für mich nicht erkennbar, daß die Mehrheitsfraktionen von Grün-Rot dem überhaupt nachkommen wollen.  Nachprüfbare sachliche Fakten statt billiger Parteipolemik und Kriminalisierung sind das Gebot der Stunde. Dafür wird sich die CDU im Untersuchungsausschuß stark machen. Und das ist genau richtig und gut so. Darauf haben vor allem die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes einen Anspruch."