Das derzeitige Modell der Rating-Agenturen ist für die Vorstandschaft Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) des Kreisverbandes Böblingen nicht dazu geeignet, Finanz- und Bankenkrisen rechtzeitig zu erkennen und verantwortlich zu veröffentlichen.

„Weil Ratingagenturen nach Gewinn strebende Privatunternehmen sind, die von Unternehmen, Banken und Staaten bezahlt werden, die dann für  sie die Kreditwürdigkeitsnoten vergeben, kann man doch nicht von objektiven und unabhängigen Bewertungen sprechen“, ist die einhellige CDA-Meinung. Es bestehe offensichtlich ein Oligopol, das durch die drei großen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch Ratings dominiert werde.

Eine Untersuchung von Wissenschaftlern aus US-Universitäten kam zu dem Ergebnis, dass „nicht akkurate Bewertungen der Agenturen zu den insgesamt 2,1 Billionen Dollar an Verlusten und Abschreibungen bei den Banken nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers vor drei Jahren beigetragen haben“.

 
Wie weiter bekannt wurde, üben die Ratingagenturen auch Druck auf die Staaten aus um Ungleichgewichte in den öffentlichen Haushalten anzu-gehen und damit eine Rating-Herabstufung zu vermeiden. Dadurch werden vielfach die Finanzierungskosten zu Lasten der Steuerzahler verteuert.

Die CDA plädiert daher für mehr Wettbewerb bei den Ratings, damit das Misstrauen am Markt nicht noch weiter wächst. Ratingagenturen auf europäischer Ebene sollte das Ziel sein.