„Mit Unverständnis und Bedauern hat die CDU-Landtagsfraktion zur Kenntnis nehmen müssen, dass unser Antrag auf Zwei-zu-Eins-Förderung der Soziokulturellen Zentren im Land in der letzten Sitzung des zuständigen Landtagsausschusses mit den Stimmen der Regierungsfraktionen abgelehnt worden ist“, so die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Sabine Kurtz.

„Soziokulturelle Zentren, wie z.B. die IG Kultur Sindelfingen / Böblingen e.V., sind ein wertvoller Baustein für eine vielfältige und blühende Kulturlandschaft in Baden-Württemberg. Ich fordere die Landesregierung daher auf, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag in den kommenden Haushaltsberatungen umzusetzen und in die sogenannte Zwei-zu-Eins-Förderung einzusteigen“, so Sabine Kurtz. Demnach sollten die von den Soziokulturellen Zentren benötigten Finanzmittel zu einem Drittel aus dem Landeshaushalt kommen. Die Kommunen sollten zwei Drittel hinzusteuern. „Es darf nicht bei bloßen Lippenbekenntnissen bleiben. Ich erwarte, dass die neue Landesregierung den von der früheren Landesregierung eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzt und die berechtigte Erwartung der Kulturschaffenden erfüllt“, so die Leonberger Landtagsabgeordnete.

Bisher finanzieren sich die Soziokulturellen Zentren zu durchschnittlich 65 Prozent aus Eigeneinnahmen. „Dieser hohe Anteil an Eigenmitteln ist nur zu erbringen, da in den Zentren sehr viel ehrenamtliche und somit unentgeltliche Arbeit geleistet wird. Diese stark ausgeprägte ehrenamtliche Struktur kann nicht stark genug gewürdigt werden. Dennoch ist es notwendig, den Förderschlüssel nun gemäß den Bestrebungen der alten Landesregierung zeitnah auf eine zwei zu eins Finanzierung von Kommunen und Land zu erhöhen, um die Existenz der Zentren in der Fläche langfristig sicherzustellen“, so Sabine Kurtz abschließend.