Durch die Umbauarbeiten am Bahnhof Böblingen und den Neubau der Bahnsteigunterführung treten durch Engstellen auf dem Bahnsteig und an den Treppenabgängen immer wieder gefährliche Situationen in den Stoßzeiten des S-Bahnverkehrs auf. Bereits im Dezember forderte der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete Paul Nemeth den Vorstandsvorsitzenden der DB Station & Service AG, Dr. André Zeug, in einem Schreiben auf, einzuschreiten und dringend Maßnahmen zu ergreifen, um eine Gefährdung der Bahnreisenden zu vermeiden.

„Als regelmäßiger S-Bahn-Fahrer habe ich hautnah miterlebt, wie eng es gerade zu den Zeiten, wenn Schüler mit der S-Bahn nach Böblingen fahren, an den Treppenabgängen und an den Bahnsteigen zugeht“, so Nemeth. „Ich freue mich, dass die Bahn nun reagiert hat und in den Stoßzeiten zusätzliches Personal zur Überwachung der Bahnsteige einsetzt.“

So führte der Vorstandsvorsitzende der DB Station & Service AG, Dr. André Zeug, in einem Antwortbrief an den Böblinger Abgeordneten aus, dass werktags in der Zeit zwischen 6.30 Uhr und 14 Uhr jeweils vier Mitarbeiter zur Reisendenlenkung auf den Bahnsteigen 2 und 3 zum Einsatz kämen. Diese würden darauf achten, dass sich die Reisenden so gut als möglich auf der gesamten Bahnsteiglänge verteilten, um ein hohes Aufkommen im Engstellenbereich zu verhindern. Bereits seit Beginn der Baumaßnahmen sei zudem die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeit der S-Bahn am Bahnhof Böblingen reduziert worden. Zusätzlich seien an den Treppenanlagen provisorische Teilüberdachungen errichtet worden.