Der neue Kreisverband der Schüler-Union Böblingen mit dem Bundesvorsitzenden Lutz Kiesewetter (vorne links) und dem Landesvorsitzenden Nils Melkus (vorne rechts, Mitte Christopher Felder.
 

Dieser Tage fand die Gründungsversammlung der Schüler-Union Kreisverband Böblingen in Herrenberg statt. Zum Kreisvorsitzenden wurde der 17-jährige Gymnasiast Christopher Felder aus Herrenberg gewählt. Damit ist die politische Schülerorganisation erstmals seit sieben Jahren wieder im Kreis Böblingen vertreten.
 
„Wir wollen den Schülern hier im Kreis eine starke Stimme verleihen und uns ihrer Probleme annehmen", gab der frisch gewählte Kreisvorsitzende zu verstehen. Ein Schwerpunkt der künftigen Arbeit sei es, sich und den Anliegen der Schüler mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit Gehör zu verschaffen. „Wir stehen zwar erst ganz am Anfang, aber ich bin zuversichtlich, dass die Schüler-Union im Kreis schon bald zu einer bekannten Größe heranwachsen wird und wir viele Jugendliche zur Mitarbeit motivieren können", zeigte sich Felder zuversichtlich. Es sei zunächst wichtig, weitere Mitglieder zu gewinnen, um in der Breite der Böblinger Schullandschaft vertreten zu sein und den Mitschülern kompetente Ansprechpartner zur Seite stellen zu können, erklärte der Kreisvorsitzende.

Unten den zahlreichen Gästen der Gründungsversammlung waren auch der Bundesvorsitzende der Schüler-Union, Lutz Kiesewetter, sowie der Landesvorsitzende der Schüler-Union Baden-Württemberg, Nils Melkus. „Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule setzt die grün-rote Landesregierung unser erfolgreiches Bildungssystem in Baden-Württemberg aufs Spiel. Wir als Schüler-Union müssen dafür kämpfen, dass sich die Lernbedingungen an unseren Schulen nicht verschlechtern und alle Schüler nach wie vor die bestmögliche Ausbildung erhalten", mahnte der Bundesvorsitzende. Insbesondere die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Baden-Württemberg sei das beste Indiz für die hohe Qualität des mehrgliedrigen Schulsystems, merkte Kiesewetter an.
 
Kritik an der Landesregierung übte auch der Landesvorsitzende Nils Melkus. „Lehrer die seit 30 Jahren im Schuldienst sind, sollen von heute auf morgen als Lernbegleiter an einer Gemeinschaftsschule arbeiten, ohne jedoch im nötigen Umfang Fort- und Weiterbildungen zu erhalten." Die Leidtragenden des überhasteten Schulexperiments seien letzten Endes die Schüler. „Schon die Umstellung zum achtjährigen Gymnasium hat Schüler, Eltern und Lehrer vor erhebliche Herausforderungen gestellt, die Risiken des aktuellen, unausgereiften Gesamtschulkonzeptes sind unabsehbar", warnte der Landesvorsitzende.
 
Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Nico Schneider gewählt. Neuer Finanzreferent ist Tobias Hein. Als Schriftführer wurde Maximilian Güttlein gewählt. Internetreferent ist Alexander Kapp. Darüber hinaus verstärken Xenia Fischbach, Julian Heinzel, Julius Kamm und Philipp Scheffbuch jeweils als Beisitzer das Vorstandsteam.