In der Plenarsitzung des Landtags am 23. Mai erkundigte sich Sabine Kurtz MdL bei der Kultusministerin, welche Neuerungen im Hinblick auf Notengebung und Klassenwiederholung an Gemeinschaftsschulen geplant seien.

Sie verwies auf die in Baden-Württemberg entwickelte breite Palette an Beurteilungsmöglichkeiten. Hierzu gehören u.a. Ziffernoten und verbale Beurteilungen, Beobachtungen, Portfolios, Kompetenzraster sowie die Bescheinigung ehrenamtlichen Engagements.

Die CDU spricht Ziffernoten weiterhin eine große Bedeutung zu. „Schüler haben einen Anspruch darauf, dass die Lehrer ihnen eine ehrliche und aussagekräftige Rückmeldung über ihren Leistungsstand geben – und dazu gehören Noten“, so Sabine Kurtz MdL. Auch Eltern und Ausbilder seien auf diese Bewertung der Schülerleistungen angewiesen.

Darüber hinaus sprach sich die CDU-Landtagsabgeordnete für eine Beibehaltung der Kopfnoten aus. „Kopfnoten ermöglichen es, die Mitarbeit und das Verhalten der Schülerinnen und Schüler kurz und prägnant zu bewerten. Dabei zählt nicht das fachliche Wissen, sondern das ganze Kind wird in den Blick genommen“, erläuterte Sabine Kurtz MdL.

Dass die grün-rote Landesregierung die Möglichkeit von Klassenwiederholungen an Gemeinschaftsschulen grundsätzlich abschaffen wolle, könne die CDU-Landtagsfraktion nicht akzeptieren. Über alle Schularten hinweg sind nur 1,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen in den letzten Jahren „sitzengeblieben“. Dieses Instrument wurde von den Lehrern sehr verantwortungsbewusst und sensibel genutzt. „Es kann auch eine Chance sein, mehr Zeit zu erhalten und Stoff nachholen zu können“, zeigte sich Sabine Kurtz MdL überzeugt.

Die Kultusministerin blieb in ihren Antworten vage und erschöpfte sich in den für sie typischen Textbausteinen. Auf Nachfrage sagte sie zu, der CDU-Fraktion den Anhörungsentwurf zu der Rechtsverordnung, mit der die Notengebung geregelt werden soll, zur Verfügung zu stellen.