Der Vorstand des CDU-Gemeindeverband Gäufelden mit Kreisrätin Helga Steinle (vierte von links) und CDU-Kreisvorsitzenden Wolfgang Heubach (siebenter von links)


"Der CDU-Gemeindeverband unter Führung von Christoph Schaefer hat gute, solide Arbeit geleistet". Das bescheinigte der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach den Mitgliedern des Verbandes bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im gastlich renovierten "Hirsch" in Nebringen. Schaefer und Heubach zeigten sich besondern erfreut darüber, dass zur Jahreshauptversammlung 50 Prozent der Mitglieder erschienen und darunter wiederum die Hälfte Frauen waren. "Das beweist, dass dieser Gemeindeverband von den Mitgliedern engagiert getragen und Politik von der Basis her gestaltet wird", lobte der CDU-Kreisvorsitzende.

Christoph Schaefer konnte in seinem detaillierten Rechenschaftsbericht auf zahlreiche Aktivitäten verweisen, die ihren Höhepunkt jährlich mit der traditionellen Aschermittwochsveranstaltung finden würden, die sich im Laufe von über drei Jahrzehnten zu einem wahren Publikumsmagnet entwickelt habe, sagte der Gemeindeverbandsvorsitzende. Er würdigte in diesem Zusammenhang mit besonderer Dankbarkeit den Einsatz der Küchenbrigade, die von Beginn des Politischen Aschermittwochs in Gäufelden das kulinarische Aushängeschild dieser CDU-Großveranstaltung gewesen sei. Ein herzliches Dankeschön galt Paul Köller und Matthias Klär für ihre langjährige Unterstützung bei der Zubereitung des Fischgulaschessens. Sie haben jetzt aus Altersgründen den Kochlöffel aus der Hand gelegt.

Schatzmeisterin Cäcilia Holler konnte in ihrem Bericht auf geordnete finanzielle Verhältnisse der CDU Gäufelden verweisen, was Helga Steinle in ihrem Kassenprüfungsbericht vollauf bestätigte. Die Versammlung entlastete daraufhin die Vorstandschaft einstimmig.

Ebenso einstimmig wurde bei den Vorstandswahlen, die beim CDU-Gemeindeverband Gäufelden im rollierenden System erfolgen, Magdalena Czernotzky als Beisitzerin wieder gewählt. Ebenfalls mit einem einstimmigen Vertrauensvotum zieht Frieder Hiller erstmals als weiterer Beisitzer in den Vorstand ein. Was Christoph Schaefer im Blick auf die dadurch eingetretene Verjüngung freute. Und Wolfgang Heubach bezeichnete Hiller, mit dem er seit vielen Jahren gut und vertrauensvoll im CDU-Kreisvorstand zusammen arbeite, als "Schaffer und Mann der Basis, der anpacken kann, wenn es gilt. Deshalb ist er aus meiner Sicht eine Verstärkung für die CDU Gäufelden."

Eine besondere Veranstaltung sei auch das "Dankeschön-Essen", im vergangenen Jahr als Grillparty bei Daniel Paarsch gefeiert, erklärte Christoph Schaefer. Es soll auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Gegenwärtig befinde man sich noch im Planungsstadium.

CDU-Kreisvorsitzender Wolfgang Heubach wies auf die Nominierungsveranstaltung zur Bundestagswahl am 12. Juli um 19.00 Uhr in der "Wiesengrundhalle" in Nufringen hin. Clemens Binninger, der seit zehn Jahren den Bundestagswahlkreis 260 (Landkreis Böblingen ohne Steinenbronn und Waldenbuch" als jeweils direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag vertrete, werde sich wieder bewerben. "Wir wollen mit der Nominierung ein starkes Zeichen der Geschlossenheit setzen. Clemens Binninger genießt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, das hat bei allen Wahlen sein überragendes Erststimmen-Ergebnis bewiesen", unterstrich Wolfgang Heubach.

In der lebhaften politischen Generaldebatte wurde nachdrücklich die Forderung nach Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung erhoben. Wer seine Kleinkinder beispielsweise zu Hause betreuen wolle, dem müsse ein Betreuungsgeld zustehen, wie es neben anderen auch die Bundesvorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer verlangt habe. Nicht zuletzt müsse in diesem Zusammenhang auch die Frage nach der Rentengerechtigkeit für Frauen gestellt werden, für die sich die Bundesvorsitzende der Frauen-Union gleichfalls stark gemacht habe. Selbstverständlich beinhalte diese Wahlfreiheit auch, die Kinder in eine Tagesstätte zu schicken, wenn dies so gewünscht werde. Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach wurde gebeten, dieses Meinungsbild an die Abgeordneten Binninger, Kurtz und Nemeth sowie an die Verantwortlichen der Landes- und Bundes-CDU weiter zu geben. Was dieser zusagte.

Auf deutliche Ablehnung mehrerer Diskussionsteilnehmerinnen und -Teilnehmer stießen Pläne der Grünen, so genannte paritätische Kommunalwahllisten in Baden-Württemberg einzuführen. Das gehe nicht nur an der Realität vorbei, sondern werfe eine Reihe von verfassungsrechtlichen Fragen auf. "Zum Schluss schreibt man uns auch noch vor, wenn wir zu wählen haben und wen nicht", bemerkte eine Versammlungsteilnehmerin. Im übrigen hätten es CDU-Frauen nicht notwendig, auf irgendwelchen Quotenregelungen "zu reisen". Sie überzeugten durch ihre Persönlichkeit sowie ihre berufliche oder gesellschaftliche Qualifikation". Verwiesen wurde auch darauf, dass die CDU im Landkreis Böblingen mit Sabine Kurtz eine weibliche Abgeordnete stelle. Bei den Grünen sei dies ausdrücklich nicht der Fall.


Wolfgang Heubach und Christoph Schaefer



Wolfgang Heubach im Gespräch mit dem GV Gäufelden



CDU-Kreisvorsitzender Wolfgang Heubach