Die CDU-Regionalräte des Kreises Böblingen, Rainer Ganske, Elisabeth Buck, Helmut J. Noë und OB Dr. Bernd Vöhringer lehnen den Vorschlag der Region Necker-Alb ab, die ICE-Verbindung Stuttgart-Zürich über die Neckarbahn nach Reutlingen – Tübingen zur Gäubahnschnittstelle Horb (und umgekehrt) zu führen.

Die  Realisierung dieses Vorschlags hätte  zur Folge, dass einer der wirtschaftsstärksten Kreise des Landes von einer schnellen direkten Anbindung über die Rohrer-Kurve zur Messe und zum Landesflughafen Stuttgart abgehängt wäre.

Im Raumordnungsverfahren hat der Vorhabensträger angesichts der kürzeren Fahrzeit, des höheren Fahrgastpotentials und der geringeren Investitionskosten einer Gäubahnführung über Böblingen den Vorzug vor einer Führung über Tübingen gegeben.

Rainer Ganske, verkehrspolitischer Sprecher der Regionalfraktion,  stellt fest, dass unter den Vorhabensträgern vertraglich vereinbart sei, die Rohrer-Kurve zu bauen, um die Gäubahn direkt an den Flughafen und die Landesmesse anzubinden.

Der Verband Region Stuttgart beteilige sich mit 100 Millionen Euro am Projekt S 21, weil mit dem Bau von S 21 erhebliche Vorteile für den regional bedeutsamen Schienenverkehr erzielt werden.
Dazu gehöre u.a. eine verbesserte Verknüpfung von Böblingen/Sindelfingen mit dem Filderraum durch den Bau der Rohrer-Kurve. Das gleiche gelte für den Bereich Kirchheim/Nürtingen durch den Bau der Wendlinger Kurve.

Bei der Volksabstimmung zu S 21 haben sich die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Böblingen mit großer Mehrheit für den Bau von S 21 ausgesprochen. Dies vor allem deshalb, weil der Landkreis Böblingen mit der direkten Anbindung der Gäubahn an die Messe und den Flughafen erhebliche Vorteile hat.

Die Bevölkerung und die Wirtschaft des Kreises Böblingen erwarten, dass das Land das Ergebnis des Volksentscheids respektiere, so Helmut J. Noë, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Böblingen. Das Vorhaben müsse jetzt zügig auf dem Ergebnis des Volksentscheids umgesetzt werden. Viele Planungsentscheidungen der Wirtschaft und von Privatpersonen seien auf der Grundlage des Volksentscheids getroffen worden.

Der Ministerpräsident werde aufgefordert, seinen Verkehrsminister auf seine Amtspflichten hinzuweisen und den Bau von S 21 auf der Grundlage des Volksentscheids und der vorausgegangenen vertraglichen und finanziellen Vereinbarungen  zu begleiten und zu unterstützen.

Eine Abkehr von einer direkten und schnellen Verbindung Stuttgart-Zürich in 2 Uhr 15 über Böblingen widerspräche auch einer Vereinbarung mit der Schweiz. Eine Anbindung über den Raum Reutlingen-Tübingen könne diese Zeitvorgabe in keinem Fall einhalten.

Ganske weist außerdem noch darauf hin, dass mit dem Bau der Wendlinger Kurve auch der Regionalverkehr der Raumschaft Reutlingen-Tübingen ausreichend verbessert werde.