Günther Stoll (links) erhält aus den Händen von Landrat Roland Bernhard die hohe Auszeichnung.

„Günther Stoll hat die solide Berufsausbildung zum Stuckateur im elterlichen Betrieb gewiss nicht geschadet“, so der Landrat in seiner Laudatio vor zahlreichen Ehrengästen. „Aber schon kurze Zeit später hat er sich sowohl beruflich als auch ehrenamtlich vollständig der Musik verschrieben.“ Schon mit neun Jahren begann er, Akkordeon zu spielen und ist diesem Instrument bis heute treu geblieben. Neben seinem beruflichen Engagement beim Süddeutschen Rundfunk begann Günther Stoll ab den 1970-er Jahren mit seiner Lehr- und Dirigententätigkeit bei den Harmonikavereinen und -spielringen unter anderem in Ehningen, Deckenpfronn, Nufringen und Böblingen.

Stoll übernahm 1984 die Unterrichts- und Orchesterarbeit beim Harmonika-Spielring Böblingen. Das 1. Orchester veranstaltet unter seiner Leitung regelmäßig Konzerte und auch der Nachwuchs des Vereins präsentiert sich jährlich mit der Veranstaltung "HSB-Jugend musiziert". Kirchenkonzerte, Studioaufnahmen beim Süddeutschen Rundfunk, erfolgreiche Wertungsspiele und zahllose Auftritte, zum Beispiel bei Events der Stadt Böblingen und vielen anderen Gelegenheiten, machten das 1. Orchester und den HSB unter der Leitung von Günther Stoll über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
 
„Günther Stoll trägt maßgeblich zur Durchführung von Konzertveranstaltungen bei, die ihren festen Platz in den Veranstaltungskalender der Kommunen gefunden haben und oftmals in ihrer Wirkung über die Orts- und Kreisgrenze hinaus strahlen“, bewundert Bernhard. „Sein unermüdliches Engagement führt die von ihm geleiteten Orchester nicht selten auch ins Ausland, so dass man ihn zu Recht als einen musikalischen Botschafter des Landkreises Böblingen bezeichnen könnte.“
 
Die Verdienstmedaille wird sehr selten verliehen, seltener als das Bundesverdienstkreuz. Bislang gibt es nur 21Träger in den letzten zehn Jahren. „Die Verdienstmedaille soll unsere Anerkennung zum Ausdruck bringen. Sie soll aber auch andere ermuntern, sich zu engagieren“, so Bernhard. „Dazu braucht es eine Anerkennungskultur. Insoweit ist Günther Stoll auch Vorbild für andere Menschen."
 
Unter den Ehrengästen weilten bei der Feierstunde der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Regionalrat Helmut Noe aus Leonberg, Bürgermeisterin und CDU-Kreisrätin Ulrike Binninger aus Nufringen, Bürgermeister und CDU-Kreisrat Claus Unger aus Ehningen, der langjährige Landrat und vormalige CDU-Kreisvorsitzende Dr. Reiner Heeb (Böblingen) sowie der ehemalige CDU-Kreisrat und Bürgermeister von Gäufelden, Hermann Wolf.
 
 
Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach gratulierte Günther Stoll sehr herzlich zur Verleihung der Verdienstmedaille des Landkreises Böblingen. "Dass Günther Stoll geehrt worden ist, freut mich persönlich riesig", schrieb Heubach in einer Glückwunschadresse. "Günther Stoll ist wie ich alter Ehninger und unsere beiden Familien kennen sich seit Generationen. Wir sind auch in derselben Strasse aufgewachsen. All das verbindet uns, auch wenn er mittlerweile in Schönaich wohnt und sich dort zu Recht heimisch fühlt.  Er ist inzwischen in Schönaich ebenso gut integriert wie in Ehningen. Davon konnte ich mich vor einigen Jahren bei einer von Willi Rebmann organisierten und geleiteten Veranstaltung, bei der ich über christliche Werte sprach, selbst überzeugen." Heubach unterstreicht weiter, daß Günther Stoll vor 38 Jahren in die CDU eingetreten ist. "Er vertritt aus tiefster Überzeugung unsere Grundüberzeugungen und hat sich stets zur CDU bekannt." Heubach würdigte auch ausdrücklich das "unschätzbare und nachhaltige kulturelle Engagement von Günther Stoll. "Er trägt mit seiner Arbeit nicht zuletzt das reiche kulturelle Erbe gerade von Baden-Württemberg weiter und sichert es damit für kommende Generationen." Diesem Anliegen habe sich nicht zuletzt auch der CDU-Kreisverband Böblingen mit der vor Jahren erfolgten Gründung seines Kunst- und Kulturbeirates verschrieben. "Insofern sind wir hier wiederum mit Günther Stoll im Einklang. Und deshalb hoffe ich, daß seine segensreiche Arbeit weiterhin reiche Früchte trägt. Denn das Kulturgut  gehört unverwechselbar zum menschlichen Wesen. Die Musik erreicht unsere Seele, verbindet Völker und überwindet friedlich alle Grenzen", betonte Wolfgang Heubach.