In einem Schreiben an den CDU-Kreisvorsitzenden Wolfgang Heubach hat Hermann Gröhe, der Generalsekretär der CDU Deutschlands, das gesellschaftspolitische Engagement des CDU-Gemeindeverbandes Gäufelden unter Vorsitz von Christoph Schaefer gelobt. Heubach hatte am 23. Mai an der Jahreshauptversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Gäufelden in Nebringen teilgenommen. Er war von den anwesenden Mitgliedern gebeten worden, die Diskussions-Ergebnisse der Hauptversammlung zum Betreuungsgeld an verantwortliche Funktionsträger in der Partei weiter zu geben. Heubach hatte dies bereits einen Tag später unter anderem in einem Schreiben an Generalsekretär Gröhe getan. Mit Schreiben vom 12. Juni hat Gröhe nun geantwortet. Darin heisst es:

 

"Für Ihr Schreiben vom 24. Mai 2012, in dem Sie mir die Wünsche der Mitgliederhauptversammlung des Gemeindeverbandes Gäufelden zur Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung übermitteln, danke ich Ihnen. Es freut mich, dass der Gemeindeverband das gesellschaftspolitisch relevante Thema der Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung engagiert diskutiert hat.
 
Als CDU leitet uns die Wahlfreiheit für Familien. Wir vertrauen Frauen und Männern, die eine Familie gründen, dass sie selbst am besten wissen, was für sie in ihrer Lebenssituation und für das Wohl ihrer Kinder das Richtige ist, wie sie Beruf und Familie miteinander verbinden. Deshalb ist es richtig, die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren massiv auszubauen und einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab 2013 zu gewähren. Neben den Kinderbetreuungsangeboten und dem bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsschulen ist es genauso richtig, ein Betreuungsgeld einzuführen. Es ist eine Unterstützung für Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und eine Anerkennung für die eindrucksvolle Leistung der Eltern, die die Betreuung ihres Kindes selbst übernehmen oder innerhalb der Familie organisieren. Diesen Eltern z. B. mit einem Generalverdacht zu begegnen, ihnen
ginge es lediglich um das Geld, ist verkehrt. Ein solcher Verdacht verkennt den Wunsch vieler Eltern, gerade für ihre kleinen Kinder intensiv sorgen zu wollen. Gleichwohl müssen wir sicherstellen, dass falsche Anreize vermieden werden.
 
Die Einführung eines Betreuungsgeldes wurde auf einem CDU-Parteitag beschlossen. Die Forderung ist im CDU-Grundsatzprogramm festgehalten. Zudem hat sich die Koalition von CDU, CSU und FDP im November letzten Jahres auf das Betreuungsgeld als neue Unterstützungs- und Anerkennungsleistung für Familien geeinigt. Damit ab 1. August 2013 für alle Kinder unter drei Jahren garantiert ein Betreuungsplatz zur Verfügung steht, hat die Bundesregierung ein Zehn-Punkte-Programm zum Ausbau der Kindertagesbetreuung präsentiert. Betreuungsgeld und Kitaausbau sind zwei Teile eines Projektes staatlicher Förderund
Betreuungsangebote für Kinder bis zum dritten Lebensjahr.