„CDU-Antrag zum Erhalt der Rundfunkorchester - Keine Rückendeckung durch Regierungsfraktionen!“

„Mit großem Bedauern hat die CDU-Landtagsfraktion zur Kenntnis genommen, dass die Regierungsfraktionen nicht bereit sind, eine Solidaritätsadresse zugunsten der Rundfunkorchester zu unterstützen. Einem Antrag der CDU im Kunstausschuss, mit dem die Regierung gebeten werden sollte, daran mitzuwirken, alternative Modelle zu einer Fusion von Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg zu suchen, haben SPD und Grüne die Zustimmung verweigert“, sagte die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Sabine Kurtz MdL, am Freitag (15. Juni).

Mit Hinweis auf die Entscheidungsfreiheit des Südwestrundfunks und der Begründung, weder die Regierung noch das Parlament dürften sich in diese Angelegenheit einmischen, lehnten die Abgeordneten der Regierungsfraktionen den CDU-Antrag ab. „Dessen Ziel war es, unter Einbeziehung der Vorschläge der Freundeskreise der beiden Rundfunkorchester und der Angebote der Musiker, nach Alternativen zu einer Fusion der Klangkörper zu suchen. Die Regierung könnte als Moderator und Vermittler wirken“, betonet Kurtz.

„Sowohl innerhalb der Orchester als auch bei deren Freundeskreisen und Förderern gibt es vielversprechende Ideen und Konzepte für eine Weiterentwicklung der beiden Klangkörper. Diese würden Kosteneinsparungen ermöglichen, ohne beide Orchester zu fusionieren“, erläutert Sabine Kurtz MdL. Aus ihrer Sicht wäre es sinnvoll, diese Optionen intensiv zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Der Erhalt dieser beiden historisch gewachsenen Orchester, die sich ein je eigenes, über die Landesgrenzen hinaus anerkanntes Profil erarbeitet hätten, müsste im Interesse aller baden-württembergischen Kulturpolitiker sein, erklärte die CDU-Abgeordnete mit Blick auf die Kunstkonzeption „Kultur 2020“. Darin werden die beiden Rundfunkorchester ausdrücklich als bedeutsam für die Musiklandschaft gewürdigt. Außerdem wird ihr wertvoller Beitrag für die kulturelle Bildung hervorgehoben. Im Jahr 2010 haben alle Fraktionen im Landtag dieser Kunstkonzeption zugestimmt.