"Jeder weiß etwas, zusammen wissen wir viel, gemeinsam sind wir stark“ - unter diesem Motto treffen
sich einmal monatlich gehbehinderte Personen, Rollstuhlfahrer und Angehörige zum gemeinsamen
Gesprächsaustausch beim DRK-Rollstuhltreff Herrenberg. Gerne folgte Sabine Kurtz der Einladung von Ingeborg Bossenmaier, Gründerin und Initiatorin des Rollstuhltreffs, zu einem Informationsnachmittag.

Bei Kaffee und Kuchen machten die Teilnehmer von der Chance, die Landtagsabgeordnete aus Leonberg zu unterschiedlichen Themen zu befragen, reichlich Gebrauch. Neben den Bereichen Gesundheit, Pflege und Mobilität stand vor allem das Thema „Barrierefreiheit“ im Vordergrund. Die Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer zeigten Sabine Kurtz verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten im kommunalen Bereich auf.

Besonders belastend sei es für sie, dass es zwar barrierefreie Busse gäbe, diese in den Fahrplänen jedoch nicht immer gekennzeichnet seien. Ein verlässlicher Fahrplan mit kontinuierlich ausgewiesenen behindertengerechten Buslinien sei für sie im Alltag unerlässlich. Andernfalls könnten Arztbesuche oder Freizeitaktivtäten zur leidvollen Odyssee werden. Hilfreich wären auch verständnisvolle Ansprechpartner in den Verwaltungen, an die man sich mit speziellen Fragestellungen wenden könnte. Nach Ansicht der Anwesenden müsste es sich dabei um hauptamtliche Mitarbeiter handeln, die ganztägig und mit Kompetenzen ausgestattet zur Verfügung stünden. Sabine Kurtz lobte das herausragende ehrenamtliche Engagement im „Rolli-Treff“, wodurch eine einfühlsame und hilfreiche
Betreuung der Betroffenen ermöglicht werde und nahm etliche Anregungen zurück mit nach Stuttgart. -
 
Unser Bild zeigt von links Bettina Scheu von den Ambulanten Dienstes des DRK-Kreisverbandes Böblingen, Ingeborg Bossenmaier und Sabine Kurtz.