Im Vorführraum des Weil der Städter Kino-Centers besichtigten die CDU-Politiker mit Inhaber Wolfgang Mareczek (1. v.l.) die Filmprojektoren, v.l.n.r.: Martin Buhl, Sabine Kurtz MdL, Joachim Oehler.


Die Kinodigitalisierung schreitet weiter voran und ist auch für das Kino-Center in Weil der Stadt von Bedeutung. Bis zum 1. September besteht für Kinobesitzer aus dem ländlichen Raum die Möglichkeit, einen entsprechenden Förderantrag bei der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) zu stellen.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz MdL nahm diese Möglichkeit zum Anlass, um das einzige verbliebene Kino in ihrem Wahlkreis zu besuchen – gemeinsam mit Joachim Oehler, dem CDU-Stadtverbandsvorsitzendem und Martin Buhl, dem CDU-Fraktionsvorsitzendem in Weil der Stadt. Mit dem Inhaber, Herrn Wolfgang Mareczek, sprachen sie nicht nur über die zunehmende Digitalisierung, sondern  auch grundsätzlich über die Zukunft der Branche. An diesem Punkt tritt die MfG ins Geschehen, stellt sie doch mit einem jährlichen Fördervolumen von rund 500.000 Euro eine beachtliche Summe für die Kinos zur Verfügung, um sie auf den neuesten technischen Stand zu bringen.

An die Antragssteller werden jedoch hohe Qualitäts-anforderungen gestellt. So muss ein beantragendes Kino ein hochwertiges Jahresprogramm sowie einen hohen Anteil an europäischer, deutscher und baden-württembergischer geförderter Filme nachweisen können. Das Kino-Center in Weil der Stadt hat gute Chancen, Herr Mareczek wurde erst im vergangenen Jahr für sein "sehr gutes Jahresfilmprogramm 2010" von der Filmförderung des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet – übrigens nicht zum ersten Mal. Mit dieser Auszeichnung soll die "Bereicherung des kulturellen Lebens und Angebots einer Stadt oder Region" gewürdigt werden.

Darüber hinaus darf das Kino über nicht mehr als sechs Leinwände verfügen, um die Förderkriterien zu erfüllen. Herr Mareczek betreibt neben dem Kino-Center, welches über vier Säle verfügt, noch die „Kulisse“, einen vielseitig nutzbarer fünften Kinosaal, der auch für Kleinkunstveranstaltungen, Lesungen oder Firmen-events zur Verfügung steht. Die Chancen auf einen Zuschuss für Server, Projektor und Installation einer digitalen Projektionstechnik stehen also gut.

Wolfgang Mareczek betreibt sein Kino seit mehr als 30 Jahren mit einem hohen Anspruch. Die Auszeichnung, so der Kinobetreiber „bestätige ihn darin, weiterhin gehobene Filme mit künstlerischem und inhaltlichem Anspruch vorzuführen", denn dies entspricht mittlerweile auch den Erwartungen des Stammpublikums, so Mareczek weiter.

Bei einem kleinen Rundgang durch das Kino-Center spürten die CDU-Politiker den nostalgischen Charme, den das kleine Kino von der kühlen Atmosphäre der Riesenkinos abhebt. Nach einem exklusiven Blick "hinter die Kulissen" in den Technikraum, wo Filmprojektoren mit dem Baujahr 1954 nach über 50 Jahren noch gestochen scharfe Bilder auf der Leinwand liefern, war für die Landtagsabgeordnete klar „dass hier eine ganz große Leidenschaft fürs Kino zu spüren ist“.