v.l.n.r. : Hans Artschwager (Geschäftsführer Waldhaus gGmbH), Sabine Kurtz MdL, Hubert Wyrwich (Rektor Albert-Schweitzer-Schule), Uwe Seitz (TRIAS-Projektleiter) und Irene Glaser (CDU Stadtverband Herrenberg).

Schulverweigerung ist in Deutschland schon lange kein Ausnahmephänomen mehr, statistisch gesehen verlassen jedes Jahr rund 8 % der Schulabgänger eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. "Viel schlimmer ist jedoch, dass sich die Zukunftsaussichten dieser Jugendlichen ohne Abschluss in unserer heutigen Zeit enorm verschlechtern", sagte Sabine Kurtz MdL bei ihrem Besuch der Albert-Schweitzer-Schule vergangenen Montag in Herrenberg.


Im Gespräch mit dem TRIAS-Projektleiter Uwe Seitz erfuhr die Leonberger Abgeordnete die Herangehensweise, mit welcher die Sozialarbeiter der Waldhaus gGmbH und dem Verein für Jugendhilfe Böblingen an Förder-, Haupt- und Realschulen im Landkreis versuchen, "„Schulschwänzer" wieder auf die richtige Bahn zu lenken. Unter dem Projektnamen: "„TRIAS Schulverweigerung – Die 2.Chance" verbirgt sich ein ganzheitliches Projekt, das als Vermittler zwischen Familie, Schule und Jugendhilfe auftritt und in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Institutionen versucht, ein für jeden Jugendlichen individuellen Lösungsansatz zu entwickeln, damit es schulisch wieder "bergauf" geht.

"Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union geförderte Projekt bietet einen optimalen Ansatz für eine schulische und soziale Reintegration. Problemsituationen können frühzeitig erkannt und eine Gefährdung des Schulabschlusses somit verhindert werden", so die CDU-Landtagsabgeordnete.

Mit der Präsenz der TRIAS-Koordinatoren an der Albert-Schweitzer-Schule und den dortigen Angeboten, die u.a. eine gezielte Nachhilfe beim Lernen, passende Unterstützung in Problemsituationen oder gemeinsame außerschulische Aktivitäten umfassen, wird ein gezieltes Hilfsangebot geschaffen, um die betroffenen Schülerinnen und Schüler in den Regelklassen zu halten und den Spaß am Lernen wieder neu zu vermitteln. "Besonders als Bildungspolitikerin liegt es mir am Herzen, dass kein Kind verloren geht und auch dort Chancen entwickelt werden, wo andere nur Probleme sehen", lobte Sabine Kurtz MdL das Engagement der Sozialarbeiter an der Albert-Schweitzer-Schule.