In der Lagerhalle verfolgen die CDU-Politiker mit Geschäftsführer Steffen Breymaier Sägearbeiten, v.l.n.r.: Sabine Kurtz MdL, Clemens Binninger MdB, Steffen Breymaier.

Fachkräftemangel und offene Ausbildungsstellen im Handwerk nahmen die CDU-Abgeordneten Sabine Kurtz und Clemens Binninger zum Anlass, das Aidlinger Holzbauunternehmen Breymaier zu besuchen.
Zimmermeister Steffen Breymaier, der seinen Betrieb auf alle Holzbauarbeiten rund um das Dach spezialisiert hat, ist mit seinen sieben Mitarbeitern gut ausgelastet. Die Bedeutung der energetischen Sanierung und das Interesse am Bauen mit Holz als nachwachsendem Rohstoff sorgen für prall gefüllte Auftragsbücher.
Ohne lange Anfahrtszeiten findet er seine Kunden in der Regel im näheren Umkreis. Lästig sind ihm jedoch die bürokratischen Umstände, welche die europäischen Fahrpersonalverordnung mit sich bringt: In Betriebsfahrzeuge, mit denen die Entfernung von 50 Kilometern vom Betriebsstandort überschritten wird, müssen sog. „Fahrtenschreiber“ eingebaut werden. Neben den Investitionskosten erhöht sich somit der Verwaltungsaufwand des Unternehmens, da alle Fahrten individuell per Fahrer verzeichnet werden müssen.

Dass er bisher nie Schwierigkeiten gehabt habe, Lehrlinge zu finden, obwohl die Arbeit draußen auf Dach und Gerüst bei Wind und Wetter nicht immer beliebt sei, erklärte er mit seinem guten Betriebsklima und der „Mund-zu-Mund-Propaganda“ im ländlichen Raum. Hinzu komme, dass die Zimmererlehre wieder an Attraktivität gewinne Grund hierfür ist ein jahrhundertealtes Brauchtum, das „auf die Walz Ge-hen“. Die „Walz“ bezeichnet eine Zeit des Wanderns der Gesellen nach Abschluss der Lehre. Die Gesellen sollen die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten entwickeln und fremde Orte, Regionen und Länder kennenlernen. Die Tradition beinhaltet das Verbot, sich seinem Heimatort nicht weniger als 50 Kilometer anzunähern. Oft führt die Wanderschaft die Gesellen nicht nur in die Nachbarstaaten, ferne Ziele rund um den Globus wie Neuseeland oder Kanada seien beliebt.
„Die Firma Breymaier ist ein hervorragendes Beispiel für die Leistungskraft des Handwerks“, schlossen Sabine Kurtz und Clemens Binninger nach ihrem Besuch.