In einem leidenschaftlichen Appell hat Rudolf Decker die junge Generation dazu aufgerufen, ihre persönliche Zukunfts-Option in der CDU zu suchen und sie gleichzeitig auch zur Mitarbeit in der Partei ermuntert. Der 78-jährige Politiker aus Böblingen sprach in der jüngsten Sitzung des CDU-Kreisvorstandes, dem er seit 1992 in seiner Eigenschaft als Ehrenvorsitzender des CDU-Kreisverbandes Böblingen angehört.

Decker erinnerte an seine eigene Kindheit während des zweiten Weltkrieges. Oftmals sei er wegen der Bombenangriffe im Luftschutzkeller gesessen. Wenn er sehe, was danach aus Deutschland geworden sei, müsse er dankbar feststellen, daß daran die CDU einen entscheidenden Anteil habe. Dies treffe auch auf seinen persönlichen Lebensweg zu.

Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach, ein jahrzehntelanger Wegbegleiter Rudolf Deckers und seiner Familie, erinnerte daran, daß Decker von 1968 bis 1992 als jeweils direkt gewählter Abgeordneter den Kreis Böblingen im Landesparlament vertreten habe. Danach wandte er sich bis heute der Friedensarbeit mit Schwerpunkt in Afrika zu. Tragende Säule sei dabei die Stiftung für Grundwerte und Völkervesrrständigung, deren Vorstandsvorsitzender Rudolf Decker sei. Heubach stellte fest, daß Decker "eine international bekannte, hoch geachtete und geschätzte Persönlichkeit ist. Die CDU kann auf diesen Mann stolz sein." Der CDU-Kreisvorsitzende verwies darauf, daß die "Atlantic Times" Rudolf Decker in einem großen Bericht als "Botschafter Gottes" bezeichnet habe. "Das ist zutreffend und zeigt zugleich die Quelle auf, aus der unser Freund Rudolf seine Kraft und Zuversicht schöpft." Decker selbst ergänzte, er sei in all den langen Jahren 95 Mal auf Friedenmission allein in Afrika gewesen.

Rudolf Decker hat nach den Worten des CDU-Kreisvorsitzenden zudem Geschichte als erster umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion sowie als Vorsitzender des Umweltausschusses des baden-württembergischen Lantags geschrieben. "Sein damaliges Buch unter dem Titel Operation Umwelt hat Maßstäbe gesetzt und nicht nur in unserer Partei für gewaltiges Aufshen gesorgt. So revolutionär muteten seine Thesen an," sagte Heubach. Für ihn ein Beweis mehr "welch großartigen Schatz an Persönlichkeiten die CDU hat. Frauen und Männer. Wir müssen ihre ausgewiesene Kompetenz, ihre Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und Erfahrung stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken - beispielsweise im Sinne von Deckers Appell an die junge Generation", unterstrich der CDU-Kreisvorsitzende.