"Die hart erkämpften Rechte der Frauen werden in Deutschland nicht angetastet. Das wird auf den entschiedenen Widerstand der CDU stossen." Mit diesen Worten hat der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach auf Vorstellungen der baden-württembergischen Integrationsministerin Bilkay Öney reagiert, das Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst zu lockern und damit "durch die Hintertür letztlich einzuführen." Heubach: "Das Kopftuch ist für mich nach wie vor ein Zeichen für die Entmündigung der Frauen, das von Islamisten bewusst als Mittel der Provokation eingesetzt und damit eindeutig missbraucht wird. Die Selbstbestimmung von Frauen wird auf diese Weise buchstäblich mit Füßen getreten."

Im fundamentalen Gegensatz zu Deutschland, dies sei auch im jüngsten Bericht der EU erneut festgestellt worden, herrsche beispielsweise in der Türkei keine Religionsfreiheit. "Im Gegenteil: Das Rad wird im Zuge einer völligen Islamisierung der dortigen Gesellschaft immer weiter zurück gedreht." Deutschland sei ein aufgeklärter, toleranter Staat mit freier Religionsausübung. Wenn Frau Öney vorschlage, in unserer Gesellschaft müsse ein Lernprozeß zum Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst in Gang gesetzt werden, müsse man sich ernsthaft fragen, wen sie eigentlich wohin integrieren wolle.

"Ich reibe mir bei derartigen Aussagen wirklich verdutzt die Augen und frage mich, ob Frau Öney eigentlich verstanden hat und weiß, daß in Deutschland ein langer Weg im Kampf um die Gleichberechtigung der Frauen zurück gelegt worden ist. Deshalb wird und darf es keinen Rückfall in Zustände und Strukturen geben, die das bereits Erkämpfte in irgendeiner Form in Frage stellen. Ich möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern, daß die Kreisvorsitzende der Frauen-Union, CDU-Fraktionsvorsitzende im Leonberger-Gemeinderat und Kreisrätin Elke Staubach 2009 mit dem Helene-Weber-Preis ausgezeichnet worden ist. Dieser Preis wird Frauen zuerkannt, die sich in herausragender Weise in der Kommunlapolitik betätigen und engagieren und Vorbilder für viele andere politisch interessierte Frauen sind, wie Bundesministerin Kristina Schröder betont hat. Deshalb ist diese hohe Auszeichnung, die Frauen Mut machen soll, sich politisch aktiv einzubringen, auch für den CDU-Kreisverband Böblingen verpflichtend. Wir wünschen uns selbstbewusste und vor allem selbst bestimmte Frauen, die keinen Vormund notwendig haben", unterstreicht der CDU-Kreisvorsitzende. Hieran solle sich Frau Öney ein Beispiel nehmen und in diesem Sinne für die Integration von Frauen aus islamischen Ländern werben.