Der in Böblingen für die nächsten zwei Jahre neu gewählte Vorstand des CDU-Kreisverbandes Böblingen.

Wolfgang Heubach (Rohrau), seit zehn Jahren Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Böblingen, ist zum sechsten Mal in seinem Amt bestätigt worden. Beim Kreisparteitag am Samstag  in der Böblinger Kongresshalle entfielen auf ihn 92 Prozent der Stimmen. Er hatte keinen Gegenkandidaten.

Überzeugend wiedergewählt wurde ebenfalls die seitherige stellvertretende Kreisvorsitzende Gerti Mayer-Vorfelder (Dagersheim). Prof. Christof Seeger (Gäufelden) hatte aus beruflichen Gründen nicht mehr als Stellvertreter kandidiert. Der dritte Stellvertreter Heubachs, Manuel Benda (Ehningen), gehört dem für zwei Jahre neu gewählten Kreisvorstand künftig als Beisitzer an. Neue stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende wurden Joachim Oehler (Weil der Stadt) und Dr. Matthias Kauffmann (Renningen). Sie waren seither Beisitzer im CDU-Kreisvorstand. Überzeugend wiedergewählt wurden außerdem Schatzmeister Rainer Ganske (Gärtringen), Schriftführer Luz Berendt (Böblingen), Pressesprecher Frieder Hiller (Gäufelden) sowie die Internetreferentin Elke Groß (Gärtringen). Erstmals in den Kreisvorstand eingezogen sind Dr. Michael Martini (Leonberg), Swen Menzel (Herrenberg), Heidemarie Benz (Warmbronn) und Katja Schorm (Leonberg). Corinna Gauß (Hildrizhausen), Susanne Rein (Aidlingen), Paul Nemeth (Böblingen), Dr. Reiner Heeb (Böblingen), Thomas Riesch (Sindelfingen), Waltraud Walz (Böblingen), Petra Fleischmann (Magstadt), Albrecht Stickel (Herrenberg), Marc Biadacz (Böblingen) sowie Horst Thome (Sindelfingen) sind als Beisitzerinnen bzw. Beisitzer wiedergewählt worden. Die Kasse prüfen weiterhin Jutta Schiessler (Ehningen) und Ralf Nerling (Leonberg).

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Heubach wertete den Kreisparteitag in Böblingen als Zeichen der großen Kontinuität im CDU-Kreisverband Böblingen. "An den Grundstrukturen hat sich nichts geändert. Alle Generationen - also junge, jüngere sowie die Angehörigen der mittleren und älteren Generation - sind im Kreisvorstand wie seither schon vertreten. Außerdem sind alle Frauen, die für ein Amt kandidiert haben, auch gewählt worden. Unsere Mitglieder haben damit einmal mehr unter Beweis gestellt, daß sie sich eine handlungsfähige, motivierte und in ihren Überzeugungen und Kompetenzen klar erkennbare Partei wünschen. Bei uns im Kreisverband steht nicht nur CDU drauf, sondern da ist auch CDU pur drin. Und aus all diesen Gründen sind wir nicht nur gut und solide aufgestellt, verfügen über geordnete Finanzen, arbeiten transparent, mitgliederbezogen und zielgerichtet, sondern sind auch von einer gesunden Diskussionskultur gekennzeichnet  Diese stabile und hochmotivierte Basis versetzt uns nicht zuletzt in die Lage, in besonderem Maße kampagnefähig zu sein."

Nach "Gedanken zum Tag", die der frühere Landtagsabgeorndete Rudolf Decker sprach, wurde der Kreisparteitag mit einer Rede des CDU-Fraktionsvorsitzenden im baden-württembergischen Landtag, Peter Hauk, eröffnet. Hauk erklärte, seine Partei müsse sich auf neue Herausforderungen einlassen, "aber nicht gleich alles über Bord werfen." Zu Forderungen, die CDU solle sich ein spezielles Großstadtprofil zulegen, vertrat der Fraktionsvorsitzende die Auffassung, "wenn das Profil des Kandidaten stimmt, sind auch Mandate möglich." Er machte in diesem Zusammenhang unmißverständlich deutlich, daß sich an den Grundwerten der CDU nichts geändert habe.

Auf die Schul- und Bildungspolitik der grün-roten Landesregierung eingehend, unterstrich Hauk, Kinder müssten differenziert unterrichtet werden. Deshalb müsse es auch in Zukunft ein differenziertes Schulsystem in Baden-Württemberg geben und keine Einheitsschule.

Zur Diskussion um die EnBW sagte Peter Hauk, "gottseidank haben wir die EnBW zurück erworben, damit wir sie zur Energiewende nutzen können. Und was tut hier die Landesregierung? Nichts !". Es grenze an Arbeitsverweigerung, was sich Grün/Rot auf diesem Gebiet leiste. Scharf und unter dem Beifall des Parteitags geisselte Hauk  das Verhalten der Landesregierung bei den erneuerbaren Energien: Statt planwirtschaftlicher Elemente "müssen wir gerade bei den erneuerbaren Energien in das marktwirtschaftliche System hinein. Der Weg in die Energiewende darf kein planwirtschaftlicher, sondern muss zwingend ein Weg der sozialen Marktwirtschaft sein."

Ministerpräsident Kretschmann waf der CDU-Spitzenpolitiker vor, nicht zu regieren. "Wir brauchen eine Regierung, die handelt und einen Ministerpräsidenten, der anführt, der sich auch mal durchsetzt und kreativ ist."

Hart ging Peter Hauk auch mit der Haushaltspolitik von Grün/Rot ins Gericht: "Geld ausgeben konnten die schon immer." Trotz Rekordsteuereinnahmen ("derart sprudelnde Steuerquellen gab es noch nie") leiste sich die Landesrgierung noch einen satten Haushaltszuwachs von fünf Prozent. Als Grund für die "unwahrscheinliche Aufblähung des Haushalts" machte Hauk grün/rote Parteibuchwirtschaft in den Ministerien aus: "da sind gleich hunderte neuer Stellen geschaffen worden."

Handlungsunfähigkeit warf der CDU-Fraktionsvorsitzende der Landesregierung auch beim Straßenbau sowie in der Wirtschafts- und Forschungspolitik vor. "Wir brauchen Mobilität und wir brauchen die individuelle Wahlfreiheit beispielsweise  für die Berufsausübung. Deshalb brauchen wir auch Straßen." Baden-Württemberg sei ein Industrieland und Nichtstun könne man sich aus diesem Grund nicht leisten. Baden-Württember sei aber auch "die Innovationsfabrik der Welt. Forschung und Innovation sind unsere Stärken," rief der CDU-Fraktionschef unter dem lang anhaltenden Beifall der CDU-Mitglieder des Kreises Böblingen aus.