2017 07 24 Konzept e 600

„Wir müssen den Blick auf die Qualität in unseren Kindertagesstätten richten und dürfen nicht nur nach der Zahl der angebotenen Plätze schauen“, begrüßte Sabine Kurtz den Einsatz der freien Träger von Kindertagesstätten für die Qualitätsentwicklung in diesen Einrichtungen. Im Gespräch mit dem Unternehmen Konzept-e aus Stuttgart diskutierte die Landtagsabgeordnete darüber, wie überprüft werden kann, ob eine Kinderbetreuungseinrichtung hochwertig ist und sich dementsprechend weiter entwickeln kann. „Wir verstehen uns als Vorreiter in Sachen Qualität von Betreuungsangeboten“, so Clemens M. Weegmann und Beate Brückner von Konzept-e. Der Anbieter betreibt knapp 40 öffentliche und betriebsnahe Kindertagesstätten in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die Qualität einer Einrichtung hänge von vielen Faktoren ab, erklärt der Geschäftsführer Clemens M. Weegmann. „Dazu gehören flexible Betreuungszeiten, die Kenntnisse und Erfahrungen der Fachkräfte, aber auch deren persönliches Auftreten, die Qualität des Mittagessens oder die Ausstattung der Räumlichkeiten.“ Das von Konzept-e entwickelte Evaluierungskonzept für Kindertagesstätten möchte das Unternehmen gerne auch kommunalen Trägern anbieten.
„Die Jugend- und Familienministerkonferenz auf Bundesebene hat im Mai Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen“, so Sabine Kurtz. Ziel sei es, die Bildungs- und Betreuungsqualität in Kindertagesstätten zu verbessern. Die Bildungspolitikerin ist davon überzeugt, dass die Kindertagesstätten in BW gut aufgestellt sind: „Wir haben bundesweit den besten Personalschlüssel in unseren Kitas.“ Die innovative praxisintegrierte Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher (PIA) habe sich ebenfalls bewährt. Dass der Landesregierung eine hohe Qualität der Kinderbetreuung am Herzen liege, zeige sich auch im Koalitionsvertrag. Darin habe man sich vorgenommen, ein landesweites Qualitätssiegel für Kindertagesstätten gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis zu entwickeln. „Wir begrüßen natürlich die finanzielle Unterstützung vom Bund, allerdings halten wir daran fest, dass es eine ureigene Aufgabe der Länder ist, für die Bildung und Betreuung der jungen Generation zu sorgen“. Sie versprach, die Umsetzung des Bundesgesetzes aufmerksam zu begleiten: „Wichtig ist, dass wir dabei die Besonderheiten von Baden-Württemberg berücksichtigen und unsere eigenen Standards setzen können. Dabei soll natürlich auch das Know-how privater Träger einfließen."