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Neujahrsempfang CDU Weil der Stadt

Zu unserem diesjährigen Neujahrsempfang konnten wir die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken begrüßen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Joachim Oehler sprach Bürgermeister Christian Walter ein Grußwort zu den Gästen.
Neujahrsempfang 2026 Ehrengäste


Albrecht Stickel stellt sich den Gästen vor
Albrecht Stickel hat sich den Gästen als Landtagskandidat und Nachfolger von
Sabine Kurtz vorgestellt. Er verfügt über eine langjährige kommunalpolitische
Erfahrung und bringt umfassende Kenntnisse aus der kommunalen Praxis mit. Die
anstehende Landtagswahl hebt er als besonders bedeutend hervor. Es sind zentrale
Weichenstellungen erforderlich und politische Schwerpunkte müssen neu gesetzt
werden. Stickel betonte, dass seine inhaltlichen Schwerpunkte insbesondere in den
Bereichen Wirtschaft und Kommunen liegen. Die Wirtschaft bezeichnete er als
Grundlage für alles, was gesellschaftlich und politisch angestrebt werde.
In seiner Rede sprach Albrecht Stickel verschiedene Themenfelder an. Im
Bereich Bildung bekannte er sich ausdrücklich zum mehrgliedrigen Schulsystem.
Zudem unterstrich er die Notwendigkeit von Investitionen in Bildung, insbesondere im
frühkindlichen Bereich. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der
beruflichen Ausbildung. Beim Thema Wirtschaft forderte Stickel eine stärkere
Ermöglichungskultur innerhalb der Behörden sowie den Abbau unnötiger Bürokratie.
Verlässliche Rahmenbedingungen seien entscheidend, dazu zählten unter anderem
ausreichend Wohnraum für Fachkräfte sowie eine verlässliche und bezahlbare
Kinderbetreuung.
Im Bereich Sicherheit sprach sich Stickel für eine gut ausgestattete Polizei aus.
Zudem sei eine Überarbeitung des Polizeigesetzes notwendig. Die Zusammenarbeit
der Sicherheitsbehörden müsse weiter gestärkt werden. Ein weiterer zentraler Punkt
seiner Ausführungen waren die Kommunen. Diese müssten bei der Vielzahl ihrer
Aufgaben entlastet werden. Ziel sei eine Stabilisierung der Kommunalfinanzen sowie
die Übertragung von mehr Verantwortung in die Fläche. Abschließend wurde betont,
dass der Erfolg bei der Landtagswahl maßgeblich von der Mobilisierung der
Wählerinnen und Wähler abhängt. In diesem Zusammenhang wurde zu einem
intensiven Haustürwahlkampf aufgerufen. Der Wahlkreis 6 schätze er dabei als
weiterhin stark ein, geprägt durch gut organisierte Kommunen, innovative und
fleißige Unternehmerinnen und Unternehmer sowie engagierte Ehrenamtliche.
Nach einer musikalischen Einlage sprach Ministerin Warken zu uns.


Rede Bundesgesundheitsministerin Nina Warken


Die Ministerin führte aus, dass die politischen Spannungen im Land spürbar sind.
Vertrauen in staatliches Handeln ist verloren gegangen, während gleichzeitig die
Erwartungen an Politik hoch bleiben. Viele Bürgerinnen und Bürger erleben
steigende Preise, Inflation und zunehmende Geldsorgen. Themen wie die
hausärztliche Versorgung oder lange Wartezeiten im Gesundheitswesen verstärken
dieses Gefühl.
Gerade in dieser Situation braucht das Land eine CDU mit einem klaren politischen
Kompass. Dieser Anspruch ist Ansporn und Verpflichtung zugleich: Verantwortung zu
übernehmen, Lösungen zu erarbeiten und die soziale Marktwirtschaft
weiterzuentwickeln. „Einfach mal machen“ reicht dabei nicht immer aus – Reformen
müssen durchdacht, finanzierbar und sozial ausgewogen sein.
Vertrauen zurückgewinnen durch Reformbereitschaft
Die Rentenreform ist ein Beispiel für die bestehende Diskrepanz zwischen
Zustimmung und Vertrauen: 82 Prozent der Menschen halten eine Reform für
notwendig, aber nur rund 20 Prozent trauen der aktuellen Regierung zu, diese auch
umzusetzen. Dieses Misstrauen zeigt, wie wichtig Glaubwürdigkeit und
Verlässlichkeit in der politischen Arbeit sind.
Ziel muss es sein, weniger öffentlich zu streiten und stattdessen tragfähige Lösungen
zu finden. Reformen anzupacken bedeutet dabei auch, ehrlich zu benennen, was
möglich ist – und was nicht. Veränderung heißt nicht automatisch, dass alles besser
wird, aber ohne Veränderung wird es nicht gelingen, die Herausforderungen der
Zukunft zu bewältigen.


Gesundheitswesen: Viel Einsatz, aber Reformbedarf
Deutschland gibt im internationalen Vergleich sehr viel Geld für Gesundheit aus, ist
jedoch nicht entsprechend gesund. Während es viele Arztkontakte gibt, bestehen
gleichzeitig Probleme wie Doppelbehandlungen, lange Wartezeiten und ein
schwieriger Zugang zu Fachärzten. Vor allem im Bereich Prävention besteht
deutlicher Nachholbedarf.
Eine bessere Steuerung im System ist notwendig. Künftig sollte der Weg
grundsätzlich über den Hausarzt führen, ergänzt durch eine Termingarantie für
Facharztbesuche. Digitale Ersteinschätzungstools, eine stärkere Vernetzung der
Nummern 116 117 und 112 sowie eine zentrale Termindatenbank mit elektronischer
Überweisung können dazu beitragen, Behandlungen zielgerichteter zu gestalten.
Auch der Notfallbereich muss neu aufgestellt werden.


Krankenhaus- und Apothekenreform
Die Krankenhausreform soll Klarheit darüber schaffen, wo welche Versorgung
angeboten wird – ohne dabei Einrichtungen pauschal etwas wegzunehmen. Eine
verlässliche Grund- und Regelversorgung in der Fläche bleibt essenziell, während
spezialisierte Leistungen dort gebündelt werden sollen, wo entsprechende Expertise
vorhanden ist, auch wenn längere Fahrtzeiten in Kauf genommen werden müssen.
Gleichzeitig müssen Krankenhäuser wirtschaftlicher arbeiten, um Kommunen zu
entlasten. Pflegekräfte sollen stärker eingebunden und ihre Kompetenzen besser
genutzt werden, indem Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt und im Team
organisiert werden.
Auch Apotheken sollen künftig mehr Verantwortung übernehmen, etwa durch
Impfangebote oder Diabetessprechstunden. Diese Ausweitung der Aufgaben
erfordert jedoch klare Regelungen und eine funktionierende Erreichbarkeit –
überlastete Telefonleitungen dürfen kein Dauerzustand sein.
Reformen mit Augenmaß
Der notwendige Wandel erfordert Veränderungsbereitschaft – im System, aber auch
bei jedem Einzelnen. Dabei geht es nicht darum, den Sozialstaat zu kappen. Ziel ist
ein ehrlicher Umgang mit den Herausforderungen, ohne soziale Kälte zu erzeugen.
Reformgesetze müssen zügig auf den Weg gebracht werden, um das System
zukunftsfest zu machen. Konrad Adenauer brachte es auf den Punkt: „Wir können
nicht zaubern, wir können aber arbeiten.“


Zuversicht und politischer Ausblick
Das politische Ziel der Landtagswahl ist klar formuliert: Villa Reitzenstein. Manuel
Hagel steht dabei für einen klaren Kompass. Mit vereinten Kräften, neuen Ideen und
Formaten wie dem Haustürwahlkampf – verkörpert durch Kandidaten wie Albrecht
Stickel – sollen alle Kräfte mobilisiert werden.


Der Anspruch bleibt, Verantwortung zu übernehmen, Reformen mutig anzugehen
und das Land zukunftsfähig aufzustellen – mit Zuversicht und Bodenhaftung.
Mit einem herzlichen Glückauf an die Teilnehmenden beendete sie ihre Rede.
In den Schlussworten sprach Marc Biadacz ebenfalls zum Reformbedarf und empfahl
den Gästen zur Wahl zu gehen und vor allem Albrecht Stickel zu wählen.
Mit einem Sektempfang und vielen guten Gesprächen ließen wir den
Neujahrsempfang 2026 ausklingen.


Joachim Oehler
Vorsitzender CDU Weil der Stadt

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